The Spirit of Bangkok
Auch heute wollte ich zum Lumphini Park, allerdings war es wieder unerträglich heiß und stickig als ich an der Skytrain Station Sala Daeng ausgestiegen bin. Außerdem bin ich dann auch nicht über die Straße gekommen, um in den Park zu gelangen. Der Verkehr war einfach zu stark, und es gab nirgends eine Ampel oder ähnliches, wo man doch mal schnell hätte drüber laufen können. Ich kam mir auch ein bißchen blöd dabei vor, als touristisches Weißbrot an der Straße zu stehen und nicht rüber zu kommen. Da es so heiß war, hatte ich auch nicht die Muße die Straße ein Stück runter zu laufen, in der Hoffnung irgendwo eine Fußgängerbrücke oder Ampel zu finden. Nach ca. 10 Minuten Rumstehen und Verkehr anglotzens war ich komplett durchgeschwitzt. Also ging ich einfach wieder zurück zur Skytrain Station und fuhr zum Erawan Shrine.
Ich mag diesen Ort wirklich sehr, weil er eben genau die Gegensätze beinhaltet die Bangkok so interessant machen: die unglaublich große, moderne und hektische Großstadt, und das traditionelle, alte und spritiuelle.
Man kann einfach nur da sitzen und das Geschehen beobachten: Viele Asiaten kommen von überall hierher, um ihre Gebete los zu schicken. Mit einer Menge an Räucherstäbchen und Blumengeschenken zeigen sie sich den Göttern dankbar.
Danach bin ich noch ins Bangkok Art & Culture Centrum gegangen, welches wirklich eine beeindruckende Sammlung an zeitgenössischer Kunst aus Thailand hat.
Nach einer kleinen Internet Pause im Guesthouse ging es dann mit dem Taxi zum Sai-Tai Busbahnhof. Der erste Taxifahrer den ich angesprochen habe, ließ mich erst mal stehen. Vielleicht war es ihm zu weit, oder er hat mich nicht verstanden. Der Zweite nahm mich dann mit, wollte aber dass ich ihm einen Preis nenne. Als ich ihm sage, dass er ja auch einfach das Taxameter anmachen kann, lacht er mich aus. Da ich aber auch keine Lust habe nach einem anderen Taxi zu suchen, biete ich ihm 250 B an, was wahrscheinlich viel zu viel ist, womit ich aber leben kann. Er ist damit einverstanden und los geht die Fahrt.
Auf dem Weg kommen wir immer wieder in Stau und ich bekomme leicht Panik, ob ich den Bus noch bekomme. Aber alles geht gut und ich bin 20 Minuten vor der Abfahrt da.
Der Nachtbus fährt los. Leider versteht keiner der Besatzung englisch und ich bin auch die einzige Langnase die mit fährt. Irgendwann gegen 1 Uhr Nachts halten wir an einer Zwischenstation an. An solchen Stationen mitten im Nirgendwo gibt es meistens ein großes, offenes Restaurant und einen Shop für alles Mögliche zu Essen und zu trinken. Und natürlich gibt es Toiletten, meistens nicht gerade sauber und wohl duftend, aber nach so fünf Stunden Busfahrt ohne Rast ist man dann doch ziemlich dankbar für jedes Loch im Boden.
Für uns Weiße noch der Tipp: Klopapier nicht vergessen! Und noch ein Tipp: Mit eurem Busticket bekommt ihr an diesen Stationen meistens etwas zu essen und/oder ein kleines Lunchpaket. So müsst ihr eventuell gar nichts extra kaufen an Proviant.